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Chemie

UN-zertifizierte Verpackung für den Export gefährlicher Stoffe

Ein Hersteller industrieller Chemikalien, Südostasien
UN-zertifizierte Verpackung für den Export gefährlicher Stoffe

Herausforderung:

Der Export klassifizierter Gefahrstoffe erforderte Verpackungen, die die strengen UN-Zertifizierungsstandards mehrerer Zielländer erfüllen konnten, was zu einem komplexen Compliance-Engpass führte.

Lösung:

Wir lieferten UN-zertifizierte leitfähige Typ-C-FIBCs mit vollständiger Dokumentationskette, die bereits für den Export in über ein Dutzend internationaler Märkte vorvalidiert waren.

Ergebnis:

Eine Zollabfertigungsquote von 100 % wurde bei allen Sendungen erreicht, wodurch im ersten Jahr die Expansion in 12 neue Exportmärkte möglich wurde.

Hintergrund

Ein etablierter Hersteller industrieller Chemikalien in Südostasien produziert eine Reihe klassifizierter Gefahrstoffe, darunter entzündliche Lösungsmittel, Oxidationsmittel und korrosive Verbindungen. Das Unternehmen bediente bisher vor allem inländische und regionale Märkte, sah jedoch bedeutende Wachstumschancen in Europa, dem Nahen Osten und Amerika.

Die bestehenden Verpackungslieferanten des Unternehmens konnten jedoch die für den internationalen Gefahrguttransport erforderlichen UN-zertifizierten Schüttgutbehälter nicht liefern, wodurch das Unternehmen gezwungen war, auf kleinere Fassverpackungen auszuweichen, die pro versandter Produkteinheit deutlich teurer waren.

Die Herausforderung

Der internationale Handel mit UN-klassifizierten Gefahrgütern verlangt, dass alle Verpackungen gültige UN-Zertifizierungskennzeichnungen tragen, und jedes Zielland kann zusätzliche Dokumentationsanforderungen stellen. Der Hersteller hatte innerhalb von sechs Monaten drei Sendungen, die in verschiedenen Ländern vom Zoll zurückgehalten wurden, weil Dokumentation unvollständig war oder die Verpackung nicht den Vorschriften entsprach. Dadurch entstanden Liegegelder von insgesamt über 120.000 US-Dollar sowie erhebliche Unzufriedenheit bei den Kunden.

Das Unternehmen benötigte einen Verpackungspartner, der Varianten von Circular FIBC und leitfähigem Typ-C-FIBC mit vollständiger UN-Zertifizierung liefern, eine lückenlose Chargendokumentation vom Rohmaterial bis zum fertigen Sack aufrechterhalten und die von verschiedenen nationalen Behörden geforderten Prüfbescheinigungen bereitstellen konnte. Zeit war ein kritischer Faktor, da sich das Unternehmen verpflichtet hatte, erste Lieferungen innerhalb von 60 Tagen an europäische Abnehmer auszuführen.

Unser Ansatz

Wir stellten ein dediziertes Compliance-Team zusammen, um die genauen Anforderungen an die Verpackungszertifizierung für jeden Zielmarkt zu erfassen. Unsere Produktionsstätte fertigte UN-zertifizierte leitfähige Typ-C-FIBCs, die auf die spezifischen Gefahrenklassen im Produktportfolio des Kunden abgestimmt waren, sowie Circular-FIBC-Varianten für nicht brennbare Gefahrstoffe.

Jeder Sack wurde unter einem dokumentierten Qualitätsmanagementsystem mit vollständiger Rückverfolgbarkeit gefertigt – vom Polypropylenharz über Weben und Beschichtung bis hin zur Endmontage. Für jede Sendung erstellten wir ein maßgeschneidertes Dokumentationspaket mit UN-Prüfzeugnissen, Verweisen auf Sicherheitsdatenblätter, Chargenrückverfolgungsunterlagen und Konformitätserklärungen, die an die spezifischen Anforderungen der Zollbehörden im jeweiligen Zielland angepasst waren.

Zur Unterstützung einer schnellen Skalierung richteten wir einen rollierenden 60-Tage-Produktionsplan ein, der auf den Exportkalender des Kunden abgestimmt war, und stellten einen Pufferbestand der am häufigsten verwendeten Sack-Spezifikationen vorab bereit.

Erzielte Ergebnisse

Vom ersten Versand an erreichte der Hersteller in allen Zielländern eine Zollabfertigungsquote von 100 %, wodurch Liegegelder und Lieferverzögerungen, die zuvor den Export belastet hatten, vollständig beseitigt wurden. Innerhalb des ersten Jahres expandierte das Unternehmen erfolgreich in 12 neue internationale Märkte, darunter mehrere Mitgliedstaaten der Europäischen Union mit besonders strengen Verpackungsvorschriften.

Der Wechsel von Fassverpackungen zu UN-zertifizierten FIBCs reduzierte die Verpackungskosten pro Einheit um 60 % und generierte bei dem geplanten Exportvolumen des Kunden jährliche Einsparungen von rund 340.000 US-Dollar. Darüber hinaus berichtete der Kunde von einer Reduzierung der Be- und Entladezeiten um 25 %, da die FIBC-basierte Handhabung deutlich schneller war als die Einzelhandhabung von Fässern, was die Logistikeffizienz und die Kundenzufriedenheit weiter steigerte.

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